Markkleeberger Stadtjournal

Warum Europa? Politiker berichten Neuntklässlern an der RHS

Warum ist Europa wichtig und was bedeutet die EU für den Alltag junger Menschen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich ein Forum an der Rudolf-Hildebrand-Schule. Am 6. Mai 2026 hatten die Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse des Gymnasiums die Gelegenheit, mit Sachsens Staatsministerin Petra Köpping und Oberbürgermeister Karsten Schütze ins Gespräch zu kommen.

Zu Beginn wurde deutlich, dass Europa weit mehr ist als Politik in Brüssel. Petra Köpping betonte die Bedeutung der EU als Garant für Frieden, wirtschaftliche Stabilität und politische Handlungsfähigkeit. Gerade in Zeiten internationaler Krisen und wachsender Unsicherheiten sei Europa unverzichtbar. Deutschland könne zentrale Herausforderungen nicht allein bewältigen. Gleichzeitig sprach Köpping auch Probleme an: Bürokratische Hürden und komplizierte Förderverfahren müssten reduziert werden, ohne den europäischen Gedanken infrage zu stellen.

Karsten Schütze lenkte den Blick auf die kommunale Ebene und machte deutlich, wie konkret Europa vor Ort wirkt. Viele kommunale Projekte seien nur durch europäische Fördermittel möglich geworden. Er nannte als Beispiele Strukturförderung, Stadtentwicklung und Maßnahmen in der rekultivierten Seenlandschaft. Diese Unterstützung nähmen viele Bürger kaum bewusst wahr.

Einen praktischen Einblick in gelebtes Europa gaben eine Schülerin und ein Schüler, die von ihrem Austausch mit einer Partnerschule in Epe berichteten. Sie schilderten ihre Begegnungen mit den niederländischen Gastfamilien, gemeinsame Projekte und ihre Eindrücke vor Ort und freuten sich auf den demnächst anstehenden Rücktausch.

Zum Abschluss nutzten die Neuntklässler die Gelegenheit für eine Fragerunde. Themen waren unter anderem Sicherheit, soziale Gerechtigkeit, Wohnungslosigkeit und die Zukunft Europas. Die Veranstaltung zeigte, wie Europa auf verschiedenen Ebenen erfahrbar wird.

bw (Text & Fotos)

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