In eigener Sache

Am Dienstag, den 14. Mai erscheint die neue Ausgabe des Bornaer Stadtjournal. Vorab geben wir schon unser aktuelles Statement aus der vergangenen Woche zum Artikel von Herrn Gert Bundesmann bekannt:

Verantwortungsvoll handeln

„Seit über 25 Jahren arbeiten wir sehr vertrauensvoll mit dem Geschichtsverein der Stadt Borna, aber auch mit dem Heimatverein und Heimatgeschichtlern aus Groitzsch, Pegau, Böhlen, Kohren-Sahlis, Markkleeberg, Kitzscher, Mölbis, Deutzen, Regis und vielen anderen Städten der Region zusammen. Aus dieser Zusammenarbeit entstanden Tausende von Geschichtsartikeln sowie zahlreiche heimatgeschichtliche Bücher und Kalender. Nunmehr in fast 450 Ausgaben des Bornaer Stadtjournal haben wir dem Geschichtsverein der Stadt Borna, dessen förderndes Mitglied wir ebenfalls sind, die Möglichkeit eingeräumt, auf einer Geschichtsseite über seine aktuellen Forschungsergebnisse zur Geschichte unserer Stadt und zu seiner wichtigen Arbeit bei der Förderung des Museums zu berichten. Wir halten diese Berichterstattung unverändert für sehr wichtig – gerade für die Bindung und Identitätsbildung der jungen Menschen an ihre Heimatstadt.
In dieser langen Zeit war es uns immer besonders bemerkenswert, dass wir mit den „Bornaer Geschichtsschreibern“, wie Gert Schreiber, Annemarie Engelmann, Siegfried Naß, Helmut Hentschel, Dr. Hans-Jürgen Ketzer, Thomas Bergner und vielen anderen mehr sehr vertrauensvoll und verlässlich zusammengearbeitet haben. Wir konnten uns immer darauf verlassen, dass sie ihre geschichtlichen Forschungen sehr gründlich recherchiert hatten und sich ihrer Verantwortung für eine wissenschaftlich und journalistisch saubere Arbeit bewusst waren. Das war uns gegenseitig ein hohes Gut.
Seit einigen Jahren haben wir nunmehr dem neuen Mitglied des Geschichtsvereins Borna, Herrn Gert Bundesmann, die Möglichkeit eingeräumt, über die Historie der Straßennamen in Borna auf der Grundlage des dort erarbeiteten Straßenlexikons zu berichten. Über zahlreiche Beiträge hinweg war das für viele Leser eine interessante Bereicherung der Kenntnisse über ihre Heimatstadt. Im Kontext der o. g. jahrelangen, vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem Geschichtsverein musste ich allerdings  sehr verwundert zur Kenntnis nehmen, dass in der letzten Ausgabe des Bornaer Stadtjournal Herr Gert Bundesmann die Seite des Geschichtsvereins dazu ausnutzte, um in einem inhaltlich völlig substanzfreien Rundumschlag krude Stammtischparolen zu polemisieren.
Als verantwortlicher Redaktionsleiter des BSJ erkläre ich nachdrücklich, dass sich das Bornaer Stadtjournal und ich mich persönlich ausdrücklich von diesem Artikel distanzieren. Keine der dort getroffenen Aussagen vertreten nur ansatzweise unsere Standpunkte als Verlag des Bornaer Stadtjournal und entsprechen keinesfalls wissenschaftlichen Herangehensweisen an Publikationen durch einen Geschichtsforscher. Darüber hinaus hatte der Beitrag nichts mit dem eigentlichen Thema gemein. Ich habe mit sofortiger Wirkung die Zusammenarbeit mit Herrn Bundesmann beendet.
Frühzeitig haben wir nach dem Erscheinen dieses Artikels Kontakt zu den Kirchenvertretern, der Stadtverwaltung und Fraktionsvorsitzenden gesucht, um konstruktive und verantwortungsbewusste Lösungen für den gründlich überlegten weiteren Umgang mit diesem Thema zu finden. Dabei sind wir auf einem guten gemeinsamen Weg. Unverständlich ist es allerdings, wenn einige wenige politische Akteure in unserer Stadt versuchen, dieses Thema für eigene Wahlkampfzwecke zu skandalisieren, anstatt besonnen und verantwortungsbewusst damit umzugehen.
Bleibt mir abschließend, mich als verantwortlicher Redaktionsleiter bei all jenen persönlich zu entschuldigen, die im Artikel des Herrn Bundesmann wegen ihrem Glauben oder ihrer Religion beleidigt worden sind oder das so empfunden haben.

Bernd Schneider
Verlagsleiter / Geschäftsführer"