
Besonders betroffen sind die Kinder und Jugendlichen des Vereins. Für sie bedeutet der Stall nicht nur Freizeitgestaltung, sondern auch Verantwortung, Zusammenhalt und persönliche Entwicklung. „Dieser Ort hat für viele eine enorme emotionale Bedeutung“, heißt es aus dem Verein.
Aktuell laufen Gespräche mit der Stadt Markkleeberg, um Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln. Dabei stehen sowohl eine Sanierung des bestehenden Gebäudes als auch ein Abriss mit anschließendem Neubau zur Diskussion. Klar ist jedoch: Diese Entscheidungsprozesse benötigen Zeit und werden sich voraussichtlich über mindestens ein Jahr erstrecken.
Unabhängig davon muss der Verein kurzfristig handeln. Die Ausstallung der Pferde innerhalb der Vereinsanlage muss vorbereitet werden – ein organisatorischer Kraftakt, der mit erheblichen Kosten verbunden ist. Dazu zählen unter anderem neue Unterbringungsmöglichkeiten, Umlagerungen sowie notwendige Anpassungen der Infrastruktur.
Erste Schätzungen gehen allein für diese vorbereitenden Maßnahmen von rund 20.000 Euro aus. Eine Summe, die der Verein nicht allein stemmen kann. Den Verantwortlichen ist es besonders wichtig, die finanzielle Belastung für die Familien der jungen Reiterinnen und Reiter so gering wie möglich zu halten.
Daher hat der Verein bereits verschiedene Spendenaufrufe gestartet und um tatkräftige Unterstützung gebeten. „Jeder Beitrag hilft – egal, ob er groß oder klein ist. Unser Ziel ist es, unseren Pferden weiterhin ein gutes Zuhause zu bieten und Kindern den Zugang zum Reitsport zu ermöglichen“, sagt die 1. Vereinsvorsitzende Heidi Schöbel.
Trotz der schwierigen Situation blickt der Verein nach vorn: „Wir danken allen Unterstützerinnen und Unterstützern für ihre Solidarität und ihr Vertrauen. Gemeinsam können wir diese Herausforderung meistern“.
Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer Homepage: www.rv-agra.de
Heidi Schöbel, RV agra Markkleeberg e.V., Foto: RV agra