
„Falsch entsorgte Batterien und Akkus sind kein Bagatelldelikt, sondern ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko“, sagt André Albrecht, Geschäftsleiter des ZAW. „Jeder Akku, der im Hausmüll landet, kann Brände auslösen, Personal gefährden und Anlagen beschädigen. Dabei ist die sichere Entsorgung einfach und für Bürgerinnen und Bürger kostenlos.“
Vor allem Lithium-Ionen-Akkus aus Smartphones, E-Bikes, Elektrowerkzeugen oder Spielzeugen geraten beim Sammeln und Sortieren unter Druck, werden beschädigt oder kurzgeschlossen – mit teils dramatischen Folgen. Bundesweit entstehen dadurch täglich rund 30 Brände in Entsorgungsanlagen. Allein auf Leipziger Wertstoffhöfen führten im Jahr 2025 sieben Brände in Müllpressen direkt auf falsch entsorgte Akkus und Batterien zurück.

Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürger klar und verständlich darüber zu informieren, wie gefährlich falsch entsorgte Akkus sind – und wie einfach eine sichere Entsorgung sein kann. Die zentrale Botschaft: Batterien und Akkus gehören weder in den Hausmüll noch in Wertstofftonnen.
Altbatterien und Akkus können kostenfrei im Handel sowie auf kommunalen Wertstoffhöfen abgegeben werden. Besonders Lithium-Akkus sollten vor der Rückgabe an den Polen abgeklebt werden, um Kurzschlüsse zu vermeiden.
Neben der akuten Brandgefahr geht es auch um den Schutz der Umwelt: Batterien enthalten wertvolle Rohstoffe wie Lithium, Nickel und Kobalt, die nur durch getrennte Sammlung zurückgewonnen werden können.
Zahlen, die zum Handeln auffordern
Die Menge der im Umlauf befindlichen Batterien steigt stetig – von 52.000 Tonnen im Jahr 2018 auf 63.000 Tonnen im Jahr 2022. Trotz der über 170.000 verfügbaren Sammelstellen werden noch immer mehr als die Hälfte aller Altbatterien falsch entsorgt.
PM, ZAW - Zweckverband Abfallwirtschaft Westsachsen