
Die Idee entstand im Zuge der Diskussion um die Gestaltung des Platzes, an dem immer wieder illegale Graffiti zu sehen waren. Die Jugendarbeit schlug vor, die Flächen gemeinsam mit Jugendlichen kreativ zu gestalten. In einem zweiwöchigen Workshop lernten die jungen Menschen Sprühtechniken, entwickelten eigene Motive und probierten diese zunächst auf Leinwänden aus. Unterstützt wurden sie von zwei Profis vom Graffitiverein Leipzig. Welche Figuren und Motive Teil des Graffitis werden sollten, entschieden sie selbst und setzten sie vor Ort um. Es beteiligten sich fünf bis neun Jugendliche, spontan kamen weitere dazu.
Für Sebastian Steiner vom CJD Ökohaus geht es um mehr als die Verschönerung des Platzes: „Es ist immer wieder eine tolle Sache, mit jungen Menschen im öffentlichen Raum zu gestalten.“ Jugendliche könnten dabei Selbstwirksamkeit und Gemeinschaft erfahren. Das Projekt könnte der Auftakt für weitere Aktionen sein: Die Stadt hat bereits die Stützwände entlang der Koburger Straße sowie beide Seiten des Buswartehäuschens für eine Gestaltung freigegeben. Ein weiterer Workshop könnte in den Herbstferien stattfinden.
Jasmin Keller