Markkleeberger Stadtjournal

33 Jahre Brillenputzen für den guten Zweck

Seit 33 Jahren engagiert sich der Lions Club Markkleeberg für Menschen mit Sehbehinderungen – weit über die Stadtgrenzen hinaus. Maßgeblichen Anteil daran hat Optikermeister Jürgen Münzenberg, Gründungsmitglied des Lions Clubs Markkleeberg. Er initiierte bereits Anfang der 1990er-Jahre eine außergewöhnliche Hilfsaktion und brachte seine berufliche Expertise ein und sorgte dafür, dass sich der Club am internationalen Brillensammel- und Recyclingprojekt von Lions International beteiligte. Ziel dieser weltweiten Initiative ist es, Menschen mit schweren Sehbehinderungen – vor allem in Entwicklungsländern – kostenlos mit Sehhilfen zu versorgen.

Der Gedanke dahinter geht auf Helen Keller zurück. Die taubblinde Schriftstellerin rief 1925 alle Lions auf, sich als „Ritter der Blinden im Kreuzzug gegen die Dunkelheit“ zu engagieren. Dieser Aufruf wird in Markkleeberg bis heute aktiv gelebt.

Im Optikergeschäft Münzenberg wurden über das Jahr hinweg nicht mehr benötigte Brillen gesammelt – sowohl von Kundinnen und Kunden als auch von Optikerkollegen. Schnell schlossen sich auch die weiteren Mitglieder des Lions Clubs dieser „Sammelleidenschaft“ an. Im Februar 1993 wurden die gespendeten Brillen im Rahmen eines Kaminabends erstmals gemeinsam gewaschen, geputzt, sortiert und versandfertig verpackt.

Schon im ersten Jahr kamen rund 500 Brillen zusammen. Insgesamt wurden über die Jahre mehr als 15.000 Brillen gesammelt. Die Sehhilfen gehen an die Brillenverwertungsstelle Gudd-Zweck-Brillenverwertung, wo sie geprüft und anschließend gezielt in bedürftige Regionen der Welt weitergeleitet werden. Dort passen spezialisierte Augenärzte die Brillen nach Sehtests individuell an und geben sie kostenlos an Kinder und Erwachsene weiter.

Wer mithelfen möchte, kann seine nicht mehr benötigten Brillen in die gelbe Sammelbox bei Augenoptik Münzenberg in der Hauptstraße 39 legen.

Dr. Anita Wilda-Kiesel / Christina Winne, Foto: Olaf Winne

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