
Karsten konnte aus persönlichen Gründen nicht in Koblenz an den Start gehen. Für Uwe war es nach seinem erfolgreichen Wiedereinstieg ins turnerische Wettkampfgeschehen im Jahr 2022 die fünfte Teilnahme. Seit ihrem Start bei den ersten Deutschen Seniorenmeisterschaften im Jahre 2000 war Sabine zum 20. Mal dabei. In der Wettkampfvorbereitung mussten Sabine und Uwe ihre Trainingsbelastungen verletzungsbedingt dosieren und die Elemente in einigen Übungen anpassen. Doch das gelang beiden so gut, dass sie alle Wettkampfanforderungen erfüllten und in Koblenz starten konnten.
Der Ausrichter der diesjährigen Titelkämpfe im Seniorenbereich, der TuS Niederberg, hatte in der EPG-Arena in Koblenz für sehr gute Wettkampfbedingungen gesorgt. Einzig aufs Wetter konnte niemand Einfluss nehmen. Für die beiden Starter vom TV Markkleeberg war es daher ein günstiger Umstand, dass sie an diesem sommerlich heißen Wochenende gleich in der ersten Wettkampfeinheit am Samstag an die Geräte mussten.
Uwe turnte seine Übungen an den Geräten Reck, Barren, Pauschenpferd und Boden. Die Standwaage zu Beginn seiner Bodenübung kostete ihn einige Haltungszehntel. Dafür gelang ihm die Übung am Pauschenpferd besser als im Training. Auch an Reck und Barren zeigte er sehr gute Übungen. Insgesamt war Uwe mit seinen Wettkampfleistungen recht zufrieden. In einem leistungsstarken Starterfeld belegte er den 9. Platz.
Sabine ging mit dem Startgerät Stufenbarren in den Wettkampf und erhielt für eine saubere Übung eine persönliche Bestwertung bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften. Davon beflügelt turnte sie ihre Bank-Übung souverän und konnte sogar einen kleinen Fehler beim Handstand-Abrollen geschickt choreografisch „verpacken“. Damit wurden größere Abzüge durch die Kampfrichter vermieden. Am Boden begeisterte sie das Publikum und die Kampfrichter mit ihrer ausdrucksstarken und sauber geturnten Übung. Die Wertung von 13,45 Punkten bei maximal möglichen 14,1 Punkten bedeutete erneut eine persönliche Bestleistung und war ausschlaggebend für ihren Wettkampferfolg.
In einem Starterfeld von 16 Turnerinnen der AK 60 erturnte sich Sabine die Bronzemedaille. Für Sabine ist diese mehr als „nur“ eine Medaille; es ist ein ganz persönlicher Sieg. Denn sie hat für diesen „Schritt aufs Podest“ ganze 24 Jahre „Anlauf genommen“ und in dieser Zeit nie aufgehört, dafür zu trainieren und daran zu glauben.

Die Abendveranstaltung am Samstag bot reichlich Gelegenheit, Turnfreundinnen und Turnfreunde zu treffen, sich auszutauschen sowie in ausgelassener Atmosphäre zu tanzen und zu feiern.
Karen Hoffmann (Text & Fotos)