Markkleeberger Stadtjournal

Das vorletzte Heimspiel der Saison ging gut los, aber dann…

Den Bericht über das vorletzte Heimspiel unserer Neuseenland-Volleys Markkleeberg beginne ich etwas ungewöhnlich mit der Nachlese von Trainer Tim Reichenbach zum Derby in Grimma. Kritisch-optimistisch hatte er mir danach (die letzte Unterstützerinfo war da leider schon verschickt) folgendes gesagt: „Wir sind anscheinend doch noch nicht so weit - das ist die Erkenntnis, die nicht nur nach dem Dresden Spiel, sondern nun auch dem Derby in Grimma bleibt. Dass das Team im Saisonverlauf eine Entwicklung gemacht hat, ist deutlich sichtbar, und natürlich ist die Hoffnung da, dass es gegen die oberen Teams der Liga dann doch einmal reicht, aber gewonnen hat auch in Grimma am Ende die erfahrenere Mannschaft. Dass wir gerade in den Elementen, die sonst zu unseren Stärken gehören, nicht mit Grimma mithalten konnten, zeigt, dass der Kopf und die Erfahrung an diesem Tag den Unterschied gemacht haben. Aber, um aus allem etwas Positives zu ziehen, es ist eine weitere Erfahrung, die das Team in seiner Entwicklung machen durfte. Das erste Mal Derby gegen Grimma, besser verkauft als im Hinspiel und eine wahnsinnige Fanbase, die uns unterstützt hat. Das sind gute Schritte in die richtige Richtung, denen auch das Sportliche folgen wird.“

Letzteres sollte nun schon im Spiel gegen Eintracht Spontent Düsseldorf unter Beweis gestellt werden, das nicht nur die Bedeutung der Revanche für die knappe Hinspielniederlage (2:3) im Dezember 2025 hatte, sondern angesichts der Tabellensituation schon von einiger Bedeutung für den Klassenerhalt war. Die Düsseldorferinnen kamen als Tabellenelfte mit drei Punkten Vorsprung auf unsere Mädels in die Neuseenlandhalle und haben ein ähnlich schweres Restprogramm wie unsere Mädels, wo es schwer wird, Punkte zu holen, also sollte das eben an diesem Spieltag im sogen. „Sechs-Punkte-Spiel“ passieren.

Unsere Volleys wussten natürlich um die Bedeutung des Spiels gegen die Gäste aus der NRW-Landeshauptstadt Düsseldorf: „Am kommenden Samstag wartet ein weg-weisendes Spiel auf die Neuseenlandhalle: im Abstiegskampf besuchen uns die Mädels der Eintracht Spontent aus Düsseldorf. Aktuell findet man die Gäste in der Tabelle einen Platz über uns und haben drei Zähler Abstand. Es geht also um jeden Punkt!“

Auch Trainer Tim Reichenbach wünschte sich mehr als einen Punkt und meinte u.a.: „… Nur wenn wir unsere Stärken im Aufschlag und im eigenen Spielaufbau zeigen können, wird uns das hoffentlich gelingen. Natürlich hoffen wir darauf, dass wie zuletzt gegen Hörde eine klare Leistungssteigerung zur Hinrunde zu sehen ist und wir diesmal mehr als einen Punkt aus der Partie gegen Düsseldorf mitnehmen können.“
Das für beide Teams bedeutungsvolle Spiel wurde, wie man erwarten konnte, ein umkämpftes und eher weniger ein besonders schönes. Das ist halt häufig so, wenn man unter dem Druck spielen muss, unbedingt Punkte zu holen. Wieder beachtliche 247 Fans in der Halle wollten unserem Team dabei helfen und feuerten es pausenlos nach Kräften an. Mich begeistert das jedenfalls immer wieder - Danke dafür.

Doch zunächst half das nichts, denn die Gäste starteten deutlich besser in den Satz 1, hatten teilweise drei Punkte Vorsprung. Aber zuerst bei 8:8 und dann nochmal bei 12:12 gelang unseren Mädels der Ausgleich. Mit einer Aufgabenserie von Franzi bis zum 16:12 gingen unsere Volleys in Führung und gaben diese bis zum 25:19-Satzendstand nicht mehr ab. So sollte es weitergehen, das wünschten sich auch die Fans auf der Tribüne und in der wieder gut besuchten VIP-Ecke.

Und tatsächlich ging es (erstmal) so weiter, schafften unsere Mädels eine 4-Punkte-Führung. Doch die Gäste blieben davon recht unbeeindruckt, glichen bei 6:6 erstmals aus und gingen dann selbst in Führung. Aber erneut war es eine Aufgabenserie von Franzi, mit der aus dem 11:15-Rückstand der 15:15-Ausgleich geschafft wurde. In dieser Phase gab es ein paar tolle Ballwechsel, jeweils mit dem besseren Ende für unsere Mädels. Es ging dann hin und her bis zum 17:17, aber ab da zogen die Düsseldorferinnen uns quasi den Stecker und gewannen den Satz ihrerseits mit 25:19.

Noch war aber nichts verloren, waren die erhofften drei Punkte für beide Teams noch möglich. Und entsprechend umkämpft war dann auch der Satz 3. Bis zum 8:8-Ausgleich waren unsere Mädels in Führung, dann ging es mit vielen tollen Ballwechseln hin und her. Bis zum 16:16 war die Führung stets bei uns, aber ab da gingen die Gäste mit bis zu vier Punkten in Führung. Beim 20:21 und 22:23 waren unsere Mädels dann nochmal ran, aber statt des Ausgleichs zum 23:23 führte ein Aufschlagfehler zum Düsseldorfer Satzball, den sie durch einen Angriffsfehler unsererseits auch gleich verwandelten. Doch der Satzverlauf auf Augenhöhe machte Hoffnung, dass den Markkleberger Mädels vielleicht doch noch ein Punktgewinn möglich ist.

Dazu musste nun aber zunächst der Satz 4 gewonnen werden. Mit 2:0 ging der auch gut los, aber ab dem 4:4-Ausgleich liefen unsere Mädels permanent einem Rückstand hinterher, der zeitweise auf acht Punkte anwuchs. Daran änderten auch einige wieder tolle Ballwechsel und deutliche Auszeitansprachen der Trainer nichts. Nach 23 Minuten verwandelten die Gäste den ersten Matchball zum 25:20-Satz- und damit 3:1-Spielgewinn. Für unsere Mädels wurde somit aus dem „6-Punkte-Spiel“ leider ein „0-Punkte-Spiel“. Allgemeiner Kommentar im VIP-Bereich: ein ansehbares Volleyballspiel, das gut losging, aber dann leider wieder einmal das bessere Ende für den Gegner hatte, der gar nicht so viel besser, aber eben in den entscheidenden Phasen und Spielhandlungen routinierter war und letztlich doch verdient die so wichtigen drei Punkte mit auf die Reise gen Westen nahm.

Die Tabelle zeigt nun, dass unsere Mädels auf dem Nichtabstiegsplatz 12 geblieben sind. Allerdings dürfte nun Düsseldorf nicht mehr einzuholen sein, so dass sich der Abstiegskampf allein auf Dingolfing fokussiert. Und diesbezüglich ist es halt schade, dass die „Kompensation“ des vermeintlich leichten Spiels der Dingo’s gegen Hörde durch drei Punkte gegen Düsseldorf nicht gelungen ist.

Alles in allem dürfen unsere Mädels aus ihren verbleibenden drei Spielen maximal drei Punkte weniger schaffen als Dingolfing aus seinen verbleibenden vier Spielen, um vor den Dingo’s zu bleiben. So sieht das Restprogramm beider Teams aus (in der Klammer der Tabellenplatz der Gegner Stand heute):

Markkleeberg Spieltag Dingolfing
Auswärts Leverkusen (7.) 11.04.2026 Kein Spiel
Kein Spiel 12.04.2026 Heim Straubing (2.)
Heim Oythe (3.) 25.04.2026 Auswärts Planegg (4.)
Kein Spiel 26.04.2026 Heim Hörde (14.)
Auswärts Waldgirmes (8.) 02.05.2026 Heim Köln (6.)

Leicht wird’s nicht, aber machbar ist es und muss es schließlich auch sein, um in der Liga zu bleiben, was ja das erklärte Saisonziel war! Es könnte allerdings durchaus sein, dass das letzte Spiel in Waldgirmes am 02.05.2026 (Fanbusfahrt!) ein echtes „Zitterspiel“ wird.

Erstmal müssen die kommenden zwei Wochen intensiv genutzt werden, sich auf das Spiel in der Chemiestadt Leverkusen am 11.04.2026 vorzubereiten. Die Devise für jedes der drei ausstehenden Spiele muss lauten : maximal Punkte holen. Drücken wir dem Team dafür schon jetzt kräftig die Daumen.


2. Mannschaft wird Vizemeister

Hier nun noch ein paar weitere Infos aus dem umfangreichen Markkleeberger Volleyballgeschehen. Mit dem Vorspiel am Samstagmittag in der Neuseenlandhalle hatten die Reinker Neuseenland-Volleys Markkleeberg ihren letzten Heimauftritt, gleichzeitig ihr letztes Spiel der Saison. Und das war quasi das Finalspiel um die Regionalmeisterschaft 2025/26, in das sie als Tabellenführer mit drei Punkten Vorsprung auf den mit vielen Fans angereisten Tabellenzweiten SC Freital gingen. Die Situation war klar: jeder Sieg, egal in welcher Höhe, reicht jeder Mannschaft zum Titelgewinn. „Alles oder Nichts“ lautete also die Devise. Das Spiel lief für unsere Damen 2 dann aber leider nicht gut, insgesamt zu nervös waren sie, leisteten sich zu viele eigene Fehler. In Satz 1 hatten sie dennoch drei Satzbälle und verloren schließlich doch noch 26:28. Die Sätze 2 und 3 waren zwar auch umkämpft, aber die Freitalerinnen hatten irgendwie immer die bessere, manchmal die glücklichere Lösung. In Satz 3 flackerte nochmal Hoffnung auf, denn unser Team ging mit einer Zweipunkteführung in die Crunchtime. Die inzwischen auch schon sehr beachtliche Markkleeberger Fangemeinde der „Zweiten“ machte nochmal ordentlich „Rabatz“, doch es reichte nicht zum Satzgewinn. Freital setzte sich letztlich verdient mit 3:0 durch und bekam die Goldmedaillen überreicht. Für unsere natürlich erstmal sehr traurigen Mädels bleibt der ebenfalls tolle Vizemeistertitel. Glückwunsch dazu, freut euch drüber!





Senioren der Ü41

Ein noch ein Stück weit erfreulicheres Ergebnis können die etwas reiferen Senioren Ü41 der Neuseenland-Volleys Markkleeberg vermelden. Die haben sich nämlich nach dem Sachsenmeistertitel 2025/26 auch die Regionalmeisterschaft gesichert und damit das Startrecht bei der Deutschen Meisterschaft in ihrer Altersklasse. Hier die Mitteilung vom SSVB dazu : „Am 15.03.2026 ging es in Nordhausen um alles: Nur der Erstplatzierte der Regionalmeisterschaft sichert sich das begehrte Ticket zur Deutschen Meisterschaft. Mit Chemnitz, Nordhausen und Markkleeberg war das Teilnehmerfeld hochkarätig besetzt. Im ersten Spiel setzte sich Markkleeberg souverän mit 2:0 gegen den sächsischen Vizemeister aus Chemnitz durch. Auch der Thüringenmeister und amtierende Deutsche Vizemeister (und unter anderem Deutscher Meister aus den Jahren 2023 und 2024) SVC Nordhausen gewann klar gegen Chemnitz. Damit war klar: Finale NVM gegen Nordhausen! Die Halle war mittlerweile bestens gefüllt, die Fans machten ordentlich Stimmung und das Spiel hielt, was es versprach: intensiver Volleyball, Emotionen und echte Spannung! Der erste Satz ging knapp mit 23:25 an Nordhausen. Doch Markkleeberg zeigte Charakter und kämpfte sich mit einem 25:22 im zweiten Satz zurück! Im entscheidenden dritten Satz erwischten die Sachsen den besseren Start (8:3), mussten am Ende aber nochmal zittern. Mit 18:16 sicherten sie sich den Satz und den umkämpften 2:1-Sieg! Damit steht fest: Die Ü41 aus Markkleeberg qualifiziert sich für die Deutsche Seniorenmeisterschaft am 09./10. Mai in Dresden! Ein Spiel mit allem, was Volleyball ausmacht und einem verdienten Sieger aus Markkleeberg! Herzlichen Glückwunsch zu dieser überragenden Teamleistung!“ (Bild u. Text: Lucie Schubert). Dem kann ich mich nur anschließen. Nun heißt es Daumen drücken für die Finalrunde!

Meghan Barthel kehrt zurück

Eine weitere gute Nachricht ist, dass Meghan Bartel aus Grimma zu den Neuseenland-Volleys Markkleeberg (zurück) kommt und das Zuspiel verstärken wird. Auf Instagram schrieben unsere Volleys dazu : „Der erste Neuzugang für die kommende Saison 2026/27 steht fest! Mit Meghan Barthel kommt eine sehr erfahrene Zuspielerin, die vor zwei Spielzeiten noch in der 1. Bundesliga aufschlug. Aber für einige ist sie keine Unbekannte: bereits in der Saison 23/24 stand Meggie im Markkleeberger Trikot auf dem Feld. Damals half sie kurz im Neuseenland aus und ist nun wieder zurück! Wir freuen uns sehr auf die Saison mit dir!“. Sagen wir ihr schon mal herzlich Willkommen und seien wir froh und gespannt zugleich.

Rainer Leipnitz, bw (Fotos)

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