Bornaer Stadtjournal

Heizungsgesetz im Umbruch: Wie Hausbesitzer in Mitteldeutschland jetzt entscheiden können

Reform des Gebäudeenergiegesetzes setzt Eigentümer unter Zugzwang – Hausmesse von Lotter Metall in Borna bündelt am 9. und 10. Mai Hersteller, Fachhandwerk und Beratung an einem Ort.

Soll die alte Gasheizung raus? Lohnt sich eine Wärmepumpe? Und wäre das Geld nicht besser im Bad investiert? Vor diesen Fragen stehen derzeit viele Eigentümer in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die im Winter 2026 zwischen den Koalitionspartnern vereinbarte Reform des sogenannten Heizungsgesetzes hat die Lage erneut verändert – und die Zeit drängt: Tritt das neue Gebäudemodernisierungsgesetz nicht bis zum 1. Juli 2026 in Kraft, gilt automatisch die bisherige 65-Prozent-Pflicht für erneuerbare Energien.

Was sich beim Heizen ändert

Erinnert sich noch jemand an die Schlagzeilen von 2023? „Habeck will uns das Heizen mit Gas und Öl verbieten“ – so oder ähnlich klang es damals in vielen Medien. Drei Jahre später ist die Debatte zurück. Die heutige Bundesregierung war angetreten, das Heizungsgesetz wieder abzuschaffen. Herausgekommen ist ein Kompromiss mit weitreichenden Folgen für private Bauherren.
Gas- und Ölheizungen sollen demnach weiterhin zulässig bleiben, ab 2029 jedoch mit einer steigenden Beimischung klimafreundlicher Brennstoffe. Für Eigentümer heißt das: Wer sich für eine konventionelle, über Jahrzehnte ausgereifte Technik entscheidet, gewinnt Planungssicherheit – muss aber mit steigenden Betriebskosten rechnen. Der CO2-Zertifikatehandel verteuert das Heizen mit fossilen Brennstoffen, und die Netznutzungsentgelte werden voraussichtlich auf immer weniger Abnehmer umgelegt.
Ähnlich schwer prognostizierbar ist der Strompreis – und damit die Wirtschaftlichkeit der Wärmepumpe. Photovoltaikanlagen in Verbindung mit intelligenten Hausenergie-Managementsystemen (HEMS) können die Eigenversorgung deutlich erhöhen. Welche Variante sich für ein konkretes Gebäude rechnet, lässt sich pauschal kaum beantworten.
„Die Einflussfaktoren auf Gas- und Strompreis sind so vielfältig, dass heute nur Prognosen möglich sind. Am Ende kommt es auf jedes Gebäude im Einzelfall an – deshalb ist die direkte Beratung durch das Fachhandwerk gerade jetzt so wichtig“, sagt Alexander Seidemann, Geschäftsführer Lotter Metall.

Sanierungsstau im Bad: Vieles stammt noch aus den 90ern

Neben der Heizung rückt ein zweites Thema in den Fokus: das Bad. Im Durchschnitt sind Badezimmer in Deutschland älter als 20 Jahre. Vor allem in Ostdeutschland häufen sich Sanierungen und Neubauten aus den 1990er Jahren – ein neues Bad wird seltener angeschafft als ein neues Auto. Doch was technisch und gestalterisch möglich ist, hat sich seither stark gewandelt.
Bodengleiche Duschen reduzieren Stolperkanten und sind auch im Alter sicher nutzbar. Dusch-WCs setzen Wasser zur Reinigung ein – ein Hygienestandard, der in vielen Ländern selbstverständlich ist. Beim Design reicht die Bandbreite von schwarzen und bronzefarbenen Armaturen bis zu individuell gestalteten Duschrückwänden mit Wunschmotiv.

Regionale Plattform statt Online-Recherche

Statt sich Informationen einzeln aus dem Netz zu suchen, können Bauherren am 9. und 10. Mai bei der Hausmesse von Lotter Metall in Borna Hersteller und Fachhandwerker direkt vor Ort treffen. Präsentiert werden nicht nur Heizungs- und Sanitärlösungen, sondern auch Werkzeuge, Elektrotechnik sowie Türen und Tore. Die Messe richtet sich gleichermaßen an Profis aus dem Handwerk und an private Eigentümer; sie findet im Abstand von zwei bis drei Jahren statt.

Termin & Ort
Hausmesse Lotter Metall 2026
Samstag, 9. Mai 2026, 10:00 – 17:00 Uhr
Sonntag, 10. Mai 2026, 10:00 – 15:00 Uhr
Lotter Metall, Zedtlitzer Dreieck 1, 04552 Borna

PM, Lotter Metall

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