
Frau Rothe: Mit einigen Stolz kann ich berichten, dass all unsere Vorhaben planmäßig umgesetzt werden konnten. Die Firmen, welche am Baugeschehen beteiligt waren, konnten sich sogar aufeinander abstimmen. Die Wohnqualität wurde durch die neuen Balkone und die Modernisierung durch Badumbauten in unseren Mietbeständen erhöht. Die Maßnahmen sind ein großer Mehrwert in Sachen Vermietung. Wir versuchen diese Modernisierungsmaßnahmen dennoch verträglich in den Nutzungsverträgen umzusetzen. Neben den Balkonanbauten, welche die größte Investition des vergangenen Jahres waren, waren die Erneuerung / die Neugestaltung der Außenanlagen in der Heinrich-Heine-Straße 2 - 6 und die Neugestaltung der Zuwegungen in der Görnitzer Straße 1 - 9. Die Sicherung der Versorgung mit Warmwasser und der gleichzeitigen Optimierung der Energieeffizienz brachten wir mit der Umgestaltung von fünf Anlagen zur Warmwasserbereitung und der Instandsetzung der Wasserverteilung auf den Weg.

Frau Rothe: Selbstverständlich sind auch weitere Balkonbauten an vier Gebäuden in der Semmelweißstraße geplant. Unser Unternehmen möchte auch wieder selbst Immobilienkauffrauen und -männer ausbilden. Und unser größtes Projekt wird natürlich der Bau der neuen Stadtvilla in der Semmelweißstraße sein, deren Spatenstich ergo der Baubeginn in diesem Monat ist. Geplant ist eine Bauzeit von 1,5 Jahren. Wir wollen dieses Vorhaben gern mit lokalen Partnern und Firmen umsetzen. Elf Wohnungen auf vier Etagen von 60 bis 100 Quadratmeter sind geplant. Das barrierearme Wohnen wird unter anderem mit einem Aufzug garantiert (dazu berichtet das BSJ noch extra. Anmerkung der Redaktion).
BSJ: Ihre Mitglieder sind im Durchschnitt älter als 60 Jahre. Sind diese mit den Baumaßnahmen wie den neuen Balkonen zufrieden und wie kommunizieren Sie mit den betagten Menschen?
Frau Rothe: Wir besuchen unsere 90-jährigen Mitglieder alle 5 Jahre zum Geburtstag persönlich, erklären die Umbaumaßnahmen ganz genau und können damit viele Ängste vorher abbauen. Wir erhielten bei unserer Mitgliederbefragung die Antwort, dass 80 % der Mitglieder wieder eine Wohnung bei der BWG anmieten würden. Das ist ein Qualitätssiegel für uns. Bezahlbare Mieten sind ein großes Thema in unserer Stadt. Gemeinsam suchen wir auch mit unseren Kollegen von der BWS, der Stadt und der SWB gute Lösungen, gerade in Sachen Wärmeplanung.

Frau Rohe: Baumverschnitte werden oft im Frühjahr und Herbst gemäß den entsprechenden Regeln vorgenommen. Im vergangenen Jahr haben wir bereits für unseren Neubau in der Semmelweisstraße das Baufeld bereinigt. Nach Fertigstellung werden dort gemäß der Baugenehmigung Neu- und Nachpflanzungen stattfinden.
Die ZBL entnimmt gerade aus den Trinkwasserleitungen Proben. Bis Ende März laufen diese Beprobungen noch. Danach werden die Ergebnisse unseren Mitgliedern bekannt gegeben.
BSJ: Neben der Instandhaltung und dem Neubau unterbreiten Sie ihren Mitgliedern auch einige gesellige Angebote. Welche werden es in diesem Jahr sein?
Frau Rothe: Wir halten an den bewährten und beliebten Angeboten fest. So wird es auch wieder im Juni ein Spielplatzfest in Borna-Gnandorf (Raupenhainer Straße) sowie die Rommee-Nachmittage geben. Weiterhin ist eine Seniorenausfahrt nach Halle geplant, in der eine Schiffsfahrt und ein Besuch bei Halloren enthalten sein werden. Ebenso bieten wir am 1. Advent unseren Weihnachtsmarkt auf unserem Verwaltungsgelände an.
Manuela Krause