13 Jahre Bornaer Stadtjournal

13 Jahre Bornaer Stadtjournal
Städtische Kommunikation im Wandel der Zeit.

Mai 2001. Erinnern Sie sich noch?
Handys im beliebten C1-Format hatten einen Trageriemen und wogen mehrere Kilos. Die wenigen, die ein Fax besaßen, benutzten oft noch Faxrollen, besonders am Ende der Rolle ein Erlebnis. Auf den ersten Computern wurde im Internet gesurft, die Datenübertragung per Modem machte das Laden von Bildern allerdings zum Abenteuer. Für Boris Becker war es schon das Ereignis an sich, wenn er es überhaupt bis in‘s world wide web geschafft hatte („Ich bin drin“). Einige wenige technische Avantgardisten hatten E-Mail-Adressen. Die ersten Digitalkameras zum Preis eines Kleinwagens kamen auf den Markt und verfügten über Speicherkarten von 128 MB. Mark Zuckerberg war mit seinen 16 Jahren noch auf der High School, ein Jahr von Harvard entfernt, von jenen Studenten, die er dann medial verknüpfen sollte, und somit drei Jahre vor den Anfängen von facebook ...


Die Informationen der Stadtverwaltung Borna an ihre Bürger erfolgten in Form einer schwarz-weißen Seite in einem Altenburger Anzeigenblatt, meist ohne Bilder natürlich und nur mit rein amtlichen Informationen. Eine städtische Homepage gab es noch lange nicht. Wenn man OBM Bernhard Schubert nach seiner E-Mail-Adresse oder seinem facebook-Account gefragt hätte, wäre man sicher nicht gut weggekommen.
Bunt und farbenfroh war das Leben, aber nicht die Medien. Somit war es schon als mutig einzustufen, in dieser frühzeitlichen Kommunikationsdiaspora mit einem farbigen und inhaltsreicheren Stadtjournal an den Start zu gehen. 313 Ausgaben später scheint das Experiment gelungen.

Mai 2014. 13 Jahre später.
So ziemlich alles hat sich in den letzten 13 Jahren in der Kommunikation und der Medienlandschaft gewandelt. Auf Schritt und Tritt begegnen uns Informationen in Echtzeit. Schwarz-weiße Zeitungen oder Werbung würde kein Mensch mehr lesen. Nachrichten von gestern sind oft schon wieder uninteressant. Internet schauen wir demnächst durch die Brille. Bücher lesen wir auf Tablets. Statt Briefe zu schreiben, wird getwittert und geliket.


Gedruckte Bücher werden (noch) gelesen. Aber Tageszeitungen haben es schwerer und in dieser Zeit fast durchgängig 40 Prozent ihrer Auflage verloren. Auch für Twitter und facebook sind die Prognosen nicht gerade optimistisch ...


In diesen 13 Jahren des kompletten medialen Wandels hat sich das Bornaer Stadtjournal recht gut behauptet und mittlerweile fünf Schwestern (in Markkleeberg, Markranstädt, Wurzen, Brandis und Naunhof) und drei große Brüder (Landkreis Leipzig Journal, Freizeit- und Tourismus Journal, Seniorenbroschüre) bekommen. Wir können keinesfalls bestätigen, dass gedruckte Zeitschriften nicht mehr gelesen werden. Im Gegenteil, wir verspüren eine ungebrochen große Resonanz.


Wichtig ist aber, dass wir in diesen Zeiten des medialen Umbruchs nicht stehen bleiben. Deshalb startet das Bornaer Stadtjournal heute mit einer deutlich informativeren, umfangreicheren und neu gestalteten Ausgabe in sein 14. Jahr.


Zu unserem Jubiläum mein herzliches Dankeschön an unser fleißiges Team, unsere treuen und lieben Kunden sowie an die Stadtverwaltung Borna für die gute Zusammenarbeit!


Bernd Schneider, Herausgeber